Bücher - selbst gemacht?

Im sechsten Thema geht es um die Bücher, die ich im Broschürendruck selber herstellte, und deren Vorbilder, wenn es sie im Buchdruck gäbe. Wie kam ich auf die Idee? Bitte weiterlesen...

Begonnen hat alles damit, dass ich im Einband vom linken Buch las, dass der Autor noch ein zweites Buch geschrieben hätte. Bei einer Internetrecherche stellte ich fest, dass der ganze Text online einsehbar ist. Da an einem Bildschirm lesen sehr ermüdend ist, habe ich mir das 'Buch' ausgedruckt. Das machte ich dann auch mit Erzählungen, die ich noch nicht kannte, von der Autorin des rechten Buchs.

Die Bibliografie der zwei gebundenen Bücher:

Geiler, Emilio. Lokomotivführer Lombardi. Albert Müller Verlag, Zürich, 1944.

Spyri Johanna. Heimatlos, Vier Geschichten für Kinder und solche, die Kinder lieb haben. Gute Schriften, Basel, 1954.

 

Man erspare mir, jede Erzählung von Johanna Spyri zusammenzufassen. Stattdessen möchte ich darlegen, wie die Erzählungen funktionieren. Meist beginnen ihre Erzählungen mit einem Missstand, sei es ein Todesfall oder Krankheit. Dann wird der Hauptdarsteller, die Hauptdarstellerin in die Welt geschickt, wo er oder sie Erfahrungen machen muss. Meist kommt dann eine Person vor, die wie ein gutes Gewissen fungieren und die Hauptpersonen auf den rechten Weg führen, oft mit Gottes Hilfe. Am Schluss enden die Geschichte in Versöhnung und Frieden.

Diese Muster finden sich sowohl in den Erzählungen im Band als auch in den Erzählungen, die hier heruntergeladen habe. (Projekt Gutenberg)

Emilio Geilers Geschichte, die ich in Buchform habe, erzählt von einem Knaben, der gerade in die Mechaniker-Lehre kommt. Dass er sich dabei von seinem Vater, dem Gotthard-Hospiz-Besitzer ,abwendet, macht die Sache prekär. Ohne diesen Segen des Elternheims hat er es doppelt schwer. Von der Drehbank kommt der Knabe zur Eisenbahn und wird Lokomotivführer und führt die Züge durch den Gotthard. Damit bricht er mit der Tradtion der Familie, die mit Pferd und Wagen ihre Güter über den Pass führten. Aus dem Knaben wird ein Mann, der die Tochter seines früheren Chefs heiratet. Da plötzlich verunglückt sein Vater mit dem Pferdegespann. Die Zeit eilt, ein Sonderzug mit dem Verletzten sollte zum Spezialisten nach Zürich. Der Sohn fährt diesen Zug...

Die zweite Geschichte mit dem Titel "Gotthardexpress 41 verschüttet" führt uns mit einem Zug den Gotthard hinauf. Da passiert das Unglück. Bei einem Gewitter brechen Steinmassen zu Tal und verschütten die Linie. Glücklicherweise ist der Unglückszug gerade in einem Kehrtunnel, aber der kommt weder vorne noch hinten wieder aus dem Tunnel. Im Zug sind Fussballfans, Kinder, Familien, Einzelpersonen, Soldaten. Die Zugführer müssen sofort handeln, damit alle überleben. Das Essen wird organisiert, die Schicksalsgemeinschaft muss lange ausharren. Ein Zugführer verliebt sich in eine Passagierin. Werden alle gerettet? Was passiert, nachdem Essen gestohlen wurde? Können die Leute mit der Aussenwelt Kontakt aufnehmen? Was passiert mit den Frischverliebten? Lesen Sie das Buch!

Als ich einer Bekannten die Geschichte umriss, wurde die Frage laut, ob dies wirklich passiert sei. Da vieles unwahrscheinlich klang, einigten wir uns auf "Si non è vero, è ben trovato". (Wenn es nicht wahr ist, so ist es gut erfunden...)